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LADE GRAFIKEN

DIE GESCHICHTE BERLINS UND IHRER TRADITIONS­BRAUEREI

1870

DIE GRÜNDERJAHRE

Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1870 und der fortschreitenden Industrialisierung setzt ein wahrer Boom in der neuen Hauptstadt Berlin ein. In großen Strömen kommen die Menschen in die Stadt, welche sich zum Zentrum von Handel, Gewerbe und Leichtindustrie entwickelt. Die Einwohnerzahl wächst in nur drei Jahrzehnten auf über zwei Millionen. Eine gute Zeit für Brauereigründungen.

1872

DER STARTSCHUSS

Das sagen sich auch acht vorausschauende Männer – sechs davon Gastwirte –, als sie am 1. Februar 1872 auf dem Rollberg in Rixdorf, dem damals größten Dorf Deutschlands vor den Toren Berlins, unsere Brauerei als „Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin AG“ gründen. Sie bringen ein Grundkapital von einer Millionen Thaler Preußisch Kurant zusammen und errichten innerhalb eines Jahres eine modern eingerichtete Brauerei, die am 19. Juli 1873 mit dem ersten öffentlichen Ausschank feierlich eröffnet.

1880

BERLIN BLÜHT AUF

Der Kurfürstendamm wird zum prachtvollen Boulevard ausgebaut und das Philharmonische Orchester nimmt seine Arbeit auf. Der „Wintergarten“ zeigt die ersten Kinovorführungen und Otto Lilienthal unternimmt frühe Flugversuche. Die vielen Menschen, die aus allen Regionen Deutschlands nach Berlin ziehen, können sich nur langsam an das bis dahin fast ausschließlich obergärig gebraute, leicht säuerliche Weissbier gewöhnen. Sie wollen auch Biere trinken, die sie von zu Hause gewohnt sind. Dies sind zumeist Biere des sogenannten Münchner Typs – untergärige Lagerbiere, deren Herstellung erst seit Erfindung der künstlichen Kühlung durch Carl von Linde das ganze Jahr über möglich war.

1890

DAS ERSTE BERLINER KINDL

Nachdem das inzwischen berühmt gewordene Pilsner Bier bis Berlin Furore macht, entschließt man sich in Rixdorf als eine der ersten Brauereien in Deutschland, ebenfalls eine Sorte nach Pilsner Brauart zu brauen. Man gibt dem Pils einen eigenen Namen und nennt es in Anlehnung an seinen süddeutschen Verwandten „Berliner Kindl“.

1896

EXPANSION

Die Brauerei Adelung & Hoffmann aus Potsdam wird übernommen und als Abteilung II fortgeführt. In der ehemaligen Königsbrauerei produzieren ihre beiden Braumeister schon seit dem Jahr 1830 untergärige Lagerbiere. Nun übertragen sie ihr Wissen und ihre Erfahrung auch auf unsere Brauerei.

1905

DAS NEUE JAHRHUNDERT

Das zwanzigste Jahrhundert bringt weitere Errungenschaften mit sich, die das tägliche Leben der Berliner grundlegend verändern. Die ersten privaten Autos werden bereits zugelassen, als 1905 erstmals Motor-Autobusse in Berlin verkehren. Die neue Hoch- und Untergrundbahnlinie ermöglicht ein noch schnelleres Vorankommen in der ständig wachsenden Metropole. Das KaDeWe erfüllt von nun an nahezu alle Wünsche und im neu eröffneten Freibad am Wannsee können die Berliner am Wochenende in aller Ruhe ihre Seele baumeln lassen. Das Berliner Kindl erwirbt sich bei den Berlinern schnell eine solche Anerkennung, dass 1900 schon mehr als 200.000 Hektoliter abgesetzt werden können.

1907

DER GOLDJUNGE ALS MARKENZEICHEN

Daraufhin entschließt man sich, das bisherige Markensymbol durch ein zeitgemäßes Markenzeichen zu ersetzen. In einem Wettbewerb gewinnt im Jahre 1907 der Entwurf des Kunstmalers Georg Räder. Seither ist der Goldjunge im Krug das außergewöhnliche Markenzeichen von Berliner Kindl. Der Absatz steigt weiter an, sodass man sich 1910 entschließt, die Vereinsbrauerei der Berliner Gastwirte Rixdorf nach ihrem erfolgreichsten Bier in Berliner Kindl Brauerei Aktiengesellschaft umzubenennen.

Und weil es in Berlin entstand
„Berliner Kindl“ wards genannt.

1920

DIE GOLDENEN ZWANZIGER

1920 wird Neukölln – wie Rixdorf nun seit einigen Jahren schon heißt – zusammen mit Britz, Buckow und Rudow Bestandteil von Groß-Berlin, das nunmehr fast vier Millionen Einwohner zählt. Erste Fernsehvorführungen auf der Funkausstellung und die erste Grüne Woche ziehen zahlreiche Besucher an. Der neu eröffnete UFA-Palast am Zoo sieht umjubelte Premieren von Lubitsch, Lang und Murnau. Marlene Dietrichs Auftritt im „Blauen Engel“ macht sie zum internationalen Star. Berlin wird zu einer bedeutenden Metropole, vergleichbar mit Paris, London oder New York.

1930

EINE AUSSERGEWÖHNLICHE ENTWICKLUNG

Die Berliner Kindl Brauerei übernimmt in nur wenigen Jahren rund 20 kleinere Brauereien in Berlin und der näheren Umgebung, deren Tradition teilweise über 600 Jahre zurückreicht. Die alte Königs-Brauerei in Potsdam wird weiter ausgebaut, während im Neuköllner Stammbetrieb, eines der schönsten Sudhäuser Europas, eingeweiht wird. Man errichtet zusätzlich eine moderne Braustätte in Weißensee und gesellt sich mit 1.600 Mitarbeitern und einem Ausstoß von einer Million Hektolitern im Jahre 1939 zu den vier größten Brauereien Deutschlands.

1939

ZWEITER WELTKRIEG UND NACHKRIEGSJAHRE

Die düstersten Stunden Deutschlands und seiner Hauptstadt Berlin gipfeln 1939 im Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Im Mai 1945 kapituliert Deutschland. Die sowjetische Armee erobert das zerstörte Berlin. Amerikaner, Briten und Franzosen folgen und besetzen ihre Berliner Sektoren. Nur drei Jahre nach Beginn der Vier-Mächte-Verwaltung wird Berlin administrativ getrennt. Der verlorene Krieg trifft auch Berliner Kindl in besonderem Maße: Die Braustätte Neukölln wird durch Luftangriffe stark beschädigt. Was die Bomben nicht zerstören, demontieren die Besatzungsgruppen in den ersten Monaten, ehe die Alliierten ihre Sektoren besetzen.

1947

WIEDERAUFBAU

Auf die sowjetische Blockade gegen West-Berlin antworten die Alliierten mit der Luftbrücke. 1949 werden schließlich zwei deutsche Staaten gegründet. Mit der Trennung Deutschlands verliert die Brauerei auch ihre beiden Braustätten in Potsdam und Weißensee. Es folgt ein beschwerlicher Wiederaufbau. 1947 kann jedoch der Brauereibetrieb wieder aufgenommen und das erste Bier eingebraut werden.

1961

DER KALTE KRIEG

Spätestens mit dem Mauerbau 1961 wird die Trennung Deutschlands endgültig. Nirgendwo ist sie so allgegenwärtig, so spür- und sichtbar wie in Berlin. Sie teilt die Stadt in zwei Hälften, reißt Freunde und Familien willkürlich für nicht absehbare Zeit auseinander. Fortan entwickeln sich die zwei Stadthälften unter ideologisch und wirtschaftlich völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Berlin wird für die nächsten Jahrzehnte zum traurigen Zentrum und zur Manifestation des Kalten Krieges.

„Berlin hat das Jubiläum -
Wir haben das Pilsener dazu.“

1987

„JUBILÄUMS PILSENER“

1987 feiert Berlin sein 750-jähriges Stadtjubiläum. Extra zu den Feierlichkeiten braut die Berliner Kindl Brauerei ein Spezialbier ein und nennt es dem Anlass entsprechend „Jubiläums Pilsener“. Es erhält von Beginn an einen derartigen Zuspruch, dass man kurzerhand entscheidet, dieses Bier weiterhin zu brauen.

1989

MAUERFALL

Im November tritt ein, was noch Wochen vorher wohl niemand zu träumen wagte. Der Freiheitswille der ostdeutschen Bevölkerung ist letztlich stärker als alle politischen und ideologischen Grenzen. Am 9. November 1989 fällt die Mauer – 28 Jahre nach ihrer Errichtung –, und nichts in Deutschland ist mehr wie zuvor. Überall in der Stadt liegen sich wildfremde Menschen in den Armen. Wieder einmal schaut die Welt auf Berlin. Die Berliner Kindl Brauerei erwirbt im Jahre 1990 alle Geschäftsanteile der Brauerei Potsdam GmbH (der alten Abteilung II) zurück und besitzt nun wieder zwei leistungsstarke Braustätten.

2006

BERLINER-KINDL-SCHULTHEISS-BRAUEREI

Berliner Kindl kehrt an seinen ehemaligen Standort in Weißensee zurück. Unter dem Dach der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei wird das klassische Premium der Hauptstadt nach bewährter Rezeptur gebraut. Dabei bietet Berliner Kindl inzwischen ein Sortiment, das nahezu alle Wünsche erfüllt: Vom Berliner Kindl Bockbier für den starken Geschmack, über den leichten Genuss der Berliner Kindl Weisse, bis hin zum traditionellen Berliner Kindl Pils oder Berliner Kindl Jubiläums Pilsener, dem klassischen Premium der modernen Metropole.

2017

BERLINER KINDL IN NEUEM DESIGN

Seiner Tradition treu bleiben, innere Werte pflegen und trotzdem eine Schönheitskur wagen – so lautet das Motto von Berliner Kindl. Alle Sorten der Marke bekommen ein frischeres und vereinheitlichtes Etikettendesign. Das Brandenburger Tor sorgt als geschichtsträchtiges Symbol Berlins in einem optisch aufgeräumten Umfeld nun bei allen Berliner Kindl-Traditionsbieren für einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert.

1970

KONTINUIERLICHER AUSBAU

Trotz aller Widrigkeiten kommt Berliner Kindl ab Mitte der 1950er Jahre wieder auf die Füße. Die isolierte Lage der Stadt ohne ihr wirtschaftliches Hinterland erschwert zwar den Neubeginn, kann den Unternehmergeist der Traditionsbrauerei jedoch nicht aufhalten. Der Absatz wird kontinuierlich gesteigert, auch gestützt durch den Erwerb von drei kleineren Brauereien in Kiel, Uelzen und Bremerhaven während in den 1970er Jahren. Die Berliner Kindl Brauerei schickt sich an, ihren alten Platz unter den erfolgreichen großen Brauereien Deutschlands wieder einzunehmen.

DAS LOCKT WIE GOLD MIT WEISSEM HUT

2000

DIE HAUPTSTADT IN NEUEM GLANZ

Rechtzeitig zur Jahrtausendwende erstrahlt das inzwischen wieder zur deutschen Hauptstadt ernannte Berlin im neuen Glanz. Nach und nach wächst überall in der Stadt zusammen, was zusammen gehört. Nirgendwo wird dies so deutlich, wie in der Mitte Berlins. Ob bei einem Spaziergang durch das Brandenburger Tor, dem berühmtesten aller deutschen Wahrzeichen, oder am Potsdamer Platz, dem ehemaligen Niemandsland zwischen Ost und West. Überall treffen sich Jung und Alt, Ur-Berliner und Hinzugezogene, Geschäftsleute und Privatiers. Sie alle genießen das einzigartige Flair dieser Stadt, die als lebendiges Denkmal deutscher Geschichte mit so vielen Emotionen verbunden ist wie keine andere in unserem Land.